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Italienische Spezialitäten

Mal was anderes: Italienische Spezialitäten zu Weihnachten

Alle Jahre wieder – dasselbe? Am Baum spiegeln sich rote Kerzen im Lametta, auf dem Tisch warten Karpfen, Gans oder Schweinebraten? Lecker, aber auch ein bisschen langweilig. Wie wäre es, zu Weihnachten mal italienische Spezialitäten zu servieren?

 

Fisch statt Fleisch

 

Feine Muscheln

 

In einem Land, dessen kulinarische Kultur so reich ist wie die von Italien, gehört Weihnachten zu den Höhepunkten des Genießens und Schwelgens. Doch das eine, typisch italienische Weihnachtessen gibt es nicht – jede Region pflegt ihre eigenen Bräuche und Rezepte. Allerdings gilt überall im Land, dass an Heiligabend kein Fleisch gegessen wird. Genießer wechseln daher zu Fisch: Nach einer Lasagne als erstem Gang bringen Spaghetti mit Meeresfrüchten in Weißweinsauce schon viel festlichen Genuss auf den Tisch. Gern werden auch Aal oder Kabeljau als Hauptspeise zubereitet. Leckere Salate und „dolci“ – also alles Süße – runden das Mahl ab.

 

Apropos Süßes: Kurz vor Weihnachten sieht man in allen italienischen Städten die Menschen mit hutschachtelähnlichen Paketen durch die Straßen gehen. Traditionell wird hier Panettone verschenkt, und daher fehlt der leckere Kuchen auch bei keinem weihnachtlichen Mahl als Abschluss.

 

Große Vielfalt der Braten

 

Anspruchsvoller wird die italienische Küche dann am ersten Weihnachtstag: Als erster Gang (primo piatto) werden gern Tortellini, Canelloni oder Ofenpasta serviert. Da man gerade an Weihnachten möglichst viel Zeit der Familie oder Freuden widmen möchte, können diese und andere köstliche Spezialitäten aus Bella Italia auch vorgefertigt bezogen werden. Sehr lecker ist als secondo piatto (zweiter Gang) Kalbsbraten mit Kartoffeln (Arrosto di vitello con patate), wozu je nach Geschmack sogar eine typisch deutsche Weihnachts-Beilage wie Rotkohl passen würde – also eine Fusion aus nördlicher und südlicher Kulinarik, die allen Gästen gefallen dürfte.

 

Im Piemont – um nur ein Beispiel aus der großen Weihnachts-Vielfalt im italienischen Essen zu nennen – isst man gern Bollita misto: sieben separat gekochte Fleischsorten, zu denen verschiedene Salsa-Variationen gereicht werden. In anderen Regionen kommen Pute, Kalb oder Lamm auf die festliche Tafel. Mit den typisch frischen Kräutern der italienischen Küche zubereitet ein wahres Gedicht!

 

Und die Nachspeise? Klar: Panettone. Wer die darin enthaltenen kandierten Früchte nicht mag, kann zu Pandoro greifen, einem süßen goldfarbenen Kuchen aus der Region um Venedig.

 

Fluffiger Pannetone

 

 

Edle Weine al gusto

 

Italienische Spezialitäten – die dürfen vor allem an Weihnachten nie ohne einen leckeren Wein auf den Tisch kommen. Es gilt: Erlaubt ist, was schmeckt, etwa schöne Weißweine zur Pasta oder fruchtige Rote zu Fleischbällchen oder Braten. Nach der Mitternachtsmesse an Heiligabend trinken die Italiener übrigens gern noch ein Glas „vin brulé“ – bei uns als Glühwein bekannt und beliebt. Mit entsprechenden Gewürzen und einem schönen Rotwein selbst zubereitet, könnte das einer der vielen Höhepunkte in der italienischen Weihnachtsküche werden.