Ernährungstipps
Reife Avocados

Avocado: die Superfrucht

Die Avocado ist wohl neben Tequila und Tacos der Exportschlager schlecht hin aus Mexico. Und das vollkommen zu Recht. Denn die Frucht wurde bereits von Coxcatlán-Kultur in Tehuacán vor über 10.00 Jahren kultiviert und genutzt. Avocados haben die Form einer Birne und werden im Volksmund auch Butterfrüchte genannt – das haben sie ihrem hohen Fettgehalt zu verdanken. Allerdings sei an dieser Stelle angemerkt, dass das Avocado-Fett eines der gesündesten Fette überhaupt ist. Das liegt daran, dass es viele ungesättigte Fettsäuren enthält und dadurch zum Beispiel den Cholesterinspiegel aktiv regulieren kann. Doch dazu später mehr.

Ursprung und Anbau der Avocado

 

Wie bereits erwähnt hat die Avocado ihren Ursprung in Südmexico. Heutzutage wird sie jedoch in einer Vielzahl von tropischen und subtropischen Gebieten angebaut. Der strauchige Avocadobaum wird rund 15 bis 20 Meter hoch und die Früchte müssen nicht geerntet werde – sie fallen einfach vom Baum. Das Problem hierbei ist jedoch, dass die Avocado meist vom Baum fällt, bevor sie reif ist. Im Anbau werden sie daher gepflückt, wenn sie die richtige Größe erreicht haben. Im Einkauf sind Avocados zudem meist noch nicht direkt verzehrfertig und müssen erst „nach reifen“. Den perfekten Reifegrad kann man übrigens sehr leicht überprüfen. Gibt die Schale unter leichtem Druck nach, ist die Avocado verzehrbereit.

Kalorienbombe der gesunden Art – die Avocado

 

Unterschiedlich ist der Verwendung der Avocado je nach Region. Während in Europa die Avocado eher wie ein Gemüse verwendet wird zur Zubereitung salziger Speisen wie etwa Brotaufstrichen, lassen sich die Menschen in Südamerika und Asien die Frucht vor allem in süßen Speisen wie Eis oder in Milchshakes schmecken. Der Vorteil der Avocado im Vergleich zu vielen anderen Früchten ist, dass sie relativ wenig Zucker enthält und enthält eine Fülle an Nährstoffen. Neben Fett enthalten Avocados vor allem Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Natrium und viele Vitamine wie etwa Vitamin E, C, B6 und Folsäure.

Avocados zu Hause lagern

 

Um die Avocado mehrere Tage zu Hause aufzubewahren, wickeln sie die Frucht am besten zusammen mit einem Apfel in Zeitungspapier und lagern sie bei Zimmertemperatur. Der Apfel gibt ein Gas aus Ethylen ab, welches den Reifeprozess der Avocado fördert. Abhängig vom ursprünglichen Reifegrad beim Kauf der Frucht kann es zwischen zwei und zehn Tagen dauern, bis die so gelagerte Avocado verzehrfertig ist. Noch ein Tipp zu den zwei am weitesten verbreiteten Sorten in Deutschland und deren Reifegrad-Entwicklung. Während die Sorte „Hass“ eine stark genoppte Schale hat, ist die der „Fuerte“-Avocado glatt und grün. Bei der „Hass“ wird die Schale mit zunehmender Reifedauer schwarz – was jedoch nicht darauf hindeutet, dass die Frucht langsam verdirbt.  Im Gegensatz dazu deutet eine dunkle Schale bei der „Fuerte“ darauf hin, dass diese besser nicht mehr verzehrt werden sollte.

Die Zubereitung – so geht’s

 

Avocado mit Krabben

Copyright: freeimages.com/Dave Edmonds

 

Gerade wenn man das erste Mal eine Avocado vor sich hat, ist der richtige Umgang mit der Frucht nicht sofort ersichtlich. Am einfachste ist folgende Vorgehensweise: man schneidet die Avocado der Länge nach um den Kern herum mit einem scharfen Messer auf. Danach dreht man beide Hälften in entgegengesetzter Richtung, um sie voneinander zu lösen. Wenn Sie nur die eine Hälfte der Frucht benötigen, lassen Sie den Kern an Ort und Stelle, da dieser besondere Enzyme enthält die dafür sorgen, dass die angeschnittene Hälfte länger hält. Im Anschluss kann man das Fruchtfleisch ganz leicht mit einem Löffel von der Schale lösen. Die Avocado gehört zusammen mit der Olive zu den fettreichsten Früchten überhaupt. Aufgrund dessen hat es auch gesundheitliche Vorteile, Avocados in den Speiseplan zu integrieren, da diese viele Nährstoffe aus anderen Lebensmitteln absorbiert.

Rezept: Avocado-Tomaten-Dip mit Oliven

 

Zutaten:

1 reife Avocado
ein paar Oliven (nach Geschmack grün oder schwarz)
1 reife Tomate
1 Knoblauchzehe
½ kleine rote Zwiebel
1-2 Basilikumblätter
1 kleine Chilischote (nach Wunsch)
2 EL Olivenöl
1 EL frischgepressten Zitronensaft

Zubereitung:

  • Avocado schälen, das Fruchtfleisch vom Kern lösen und mit einer Gabel zerkleinern (wer es lieber feiner mag, kann das Fruchtfleisch auch in den Mixer tun). Die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und würfeln.
  • Die Oliven in feine Ringe schneiden. Die Zwiebel, die Knoblauchzehe und die Basilikumblättchen so klein wie möglich schneiden und hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag, gibt jetzt auch die feingehackte Chilischote dazu.
  • Den Dip in einem Schälchen anrichten und mit einem Basilikumblatt garnieren. Sofort servieren oder für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

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